Aussermayulrich kommt 1303 in der ersten Stiftungsurkunde für die Kirche, Ulrich Sohn des Mayers, vor. Barbara Wandett aus Portugal, welche 1590 eine Almosenstiftung machte, soll das Haus Außermayrulrich von Grund auf neu erbaut haben, sie soll reich und von einer vornehmen portugiesischen Familie gewesen sein.

 


Sage zu Mairulrich: Zu Mayrulrich soll in früherer Zeit das ganze Altkasermahd (Mahd Bergwiesen oberhalb des Stausees) gehört haben. Auf diesen Bergmähdern sollen die wilden Fräulein von alters her gerne, wie auf anderen Mähdern, den Madhleuten , die dort im Sommer das Heu einscheuerten, Besuche gemacht und sich sehr gut mit ihnen unterhalten haben. Auch zur Herbstzeit, wo man das Heu auf Schleifen und Wagen abführte, erschienen diese Bergfräulein den Fuhrleuten, setzten sich auf die Heufuder hinauf und ritten so große strecken heraus, dass die Fuhrleute sie mit Ruten und Geiseln zurücktreiben mussten.

   
Einem Mayrulricher-Sohn war eine mit Namen Gertraud besonders zutraulich und lästig, er konnte sie mit allem Zureden und Schlagen nicht vom Fuder zurücktreiben, sie fuhr drei Stunden weit bis unter Soyreith aufs Fuder anklebend heraus. Dort sagte er mit allem Ernst: Geh sogleich zurück, Gertraud, oder werde meine Braut! Gertraud wählte letzteres, fuhr mit dem Bauernsohn nach Mayrulrich, verehelichte sich mit ihm, gebar ihm mehrere Kinder und lebte friedlich. Jedoch bat sie, man solle ihren Namen niemanden sagen und sie nie bei ihrem Namen nennen, sonst müsste sie wieder in ihre alte Wohnung zurückgehen.
 


Als sie einmal im Garten am Wege Würmer von den Pflanzen absuchte, kam unerwartet eine ansehnliche Frau im schwarzen Kleide, nannte sie bei ihrem Namen und sagte: Meine liebe Schwester Gertraud, die Würmer fressen dein Kraut. Nach diesem verschwand die Hausfrau sogleich von Mayrulrich. Nur an den Samstagen und Festabenden kam sie fast immer spät wieder zurück, kämmte, wusch und säuberte ihre Kinder, verschwand dann wieder und pilgerte in ihre einsame Wohnung zurück.